Mario Hofferer

Drinks

Feuerwerke aus der Liquid Kitchen

Cocktail World Champion Mario Hofferer und sein Mixology Team mischen nicht nur Getränke; sie produzieren Erlebnisse.

Cocktails gehören oft zu besonderen Momenten im Leben. Doch wer aus dem besonderen Moment ein wahres Erlebnis machen will, der wendet sich an den Kärntner Mario Hofferer und sein Team. Seit vielen Wochen auf Welttournee durch Clubs, High Society Events und Mixology Meisterschaften, ist Hofferer kaum mehr in Österreich anzutreffen.

Als gelernter Koch weiß Hofferer sehr wohl, was am Gaumen besonders gut ankommt. Doch er sagt: „Was ich mache, ist weder Bar noch Küche. Wir nennen es Liquid Kitchen, was komplett anders ist als herkömmliches Barmixen.

Mario Hofferer und Team 2013-01-11

Mit seinem Team von 15 begeisterten Mixologen betreibt Hofferer seit seinem 17. Lebensjahr ein Barcatering Unternehmen. Er mixt für Stars und Celebrities bei Privatveranstaltungen, shaked in der Formel 1 bei der Red Bull Energy Station in Monte Carlo und wurde letztes Jahr von Gault Millau zum Barmann des Jahres gekürt. Österreich wird bereits zu klein für den Mixologen – er konzentriert sich nun mehr auf das High-End Segment im Ausland und hat Pläne, sich nächstes Jahr in Spanien und Kroatien anzusiedeln und mehr im Ausland Fuß zu fassen.

Er erzählt begeistert: „Für mich und mein Team ist Mixology Hauptberuf, Hobby und Lebensphilosophie zugleich. Die meisten meiner Kollegen sind seit über 10 Jahren mit dabei und für viele bedeutet das, dass sie ihre ganze Freizeit investieren. Aber die Hingabe zahlt sich auch aus: Wir haben in den letzten Jahren sehr viele Wettbewerbe und Preise gewonnen, zum Beispiel wurde ich 2010 Weltmeister in Singapur, im Jahr darauf Vizeweltmeister, habe den Vizeweltmeister Titel bei der Bacardi Legacy in Puerto Rico und wir haben die Titel Leader of the Year und Barman of the Year verliehen bekommen.“

mario-hofferer-4

In der Zubereitung achtet Hofferer sehr darauf, regionale Zutaten zu verwenden. Im Ausland heißt das, sich erst einmal auf Märkten umzusehen, um dort frische Früchte und Gewürze ausfindig zu machen, die sich im weitesten Sinn zum Verarbeiten eignen. Essenzen, Tinkturen, Sirups und vieles mehr wird dabei zum Verfeinern seiner Spirituosen verwendet.

Er erklärt: „Spirituosen zu verfeinern ist im Prinzip sehr einfach; wenn man zum Beispiel einen ‚Bacon Fat-washed Whiskey’ herstellen möchte, muss man einfach Speck anbraten und das Fett zum Whiskey zugeben, danach vermischen und 24 Stunden kalt stellen. Durch das Kühlen erstarrt das Fett und man kann es ganz einfach entfernen. Danach muss man den verfeinerten Whiskey noch einmal mit einem Kaffeefilter filtrieren. Dieses ‚fat-washing’ ist schon sehr verbreitet und auch sehr einfach selbst herzustellen.“

Glass and Gold 2013-01-15

Der Erlebnis- und Unterhaltungsfaktor ist grenzenlos, denn Hofferers Team steht für Liebe zum Detail, aufmerksamen Service, Kreativität und hochwertige Ausstattung. Hofferers Ziel ist es, den Gast nachhaltig zu beeindrucken: „Der Gast soll nach Hause gehen und sagen: ‚Das war unglaublich, das habe ich noch nie gesehen!’ Wir versuchen, uns vom normalen Markt abzuheben und etwas Besonderes zu kreieren. Dabei verwenden wir außergewöhnliche Methoden, wie hausgemachte Tinkturen. Wir lagern unsere Spirituosen zum Beispiel in Fässern oder in Kalbslederbeuteln, sogenannten spanischen Botas, wo sie 6-12 Monate reifen und individuelle Aromen annehmen. Dabei ist es immer wichtig, den Gast miteinzubeziehen und alles zu erklären, denn so wächst auch das Interesse.“

Mario Hofferer im 151er 2013-01-29

Hofferer achtet jedoch auch auf andere Details: „Für die Meisterschaft habe ich vor einigen Jahren das perfekte Glas gesucht, aber einfach nichts Passendes gefunden. Also habe ich selbst zu zeichnen begonnen und die Zeichnungen an eine Glasmanufaktur gegeben. In der Arnstadt Kristall Manufaktur in Deutschland werden sie nun von Hand gefertigt – mundgeblasen und dann mit 24 Karat Gold oder Platin veredelt. Mittlerweile werden die Gläser in 69 Länder verkauft; die Gold-Linie geht besonders gut in Asien und Russland, und Platin kommt sehr gut in Mitteleuropa an.“

In Szene setzen kann sich Hofferer allemal. Ein besonders eindrucksvoller Effekt ist der Rauch. Dabei arbeitet er mit Trockenessenzen zusammen mit frischen Kräutern und Bitters, mit denen er das Glas aromatisiert und infusioniert. Er erklärt: „Für den Mojito im Zigarrenmantel bereiten wir einen klassischen Mojito und räuchern diesen mit einem Zigarrenblatt, welches wir im Vorhinein mit Bacardi 8 aromatisiert und im Backrohr bei 50°C getrocknet haben. Zudem binden wir noch ein frisches Lederband um das Glas, da es mit dem Zigarrenrauch und dem Mojito sehr gut harmoniert. Serviert wird dieser Cocktail unter einer Glascloche und vor dem Gast mehr oder weniger enthüllt. Durch diese Präsentation hat man im ganzen Raum einen wundervollen Geruch von frischem Zigarrenrauch.“

Mario Hofferer im 151er 2013-01-29

Hofferers Favorit ist sein Weltmeisterschafts Getränk namens Rosemarie mit einer 24 Karat vergoldeten Physalis und einem Schokoladen Notenschlüssel mit Mozart Likör, eine Widmung an seine Mutter und seine österreichischen Wurzeln.

Für Hofferer ist die heutige Barszene bereit für eine Erneuerung: „Wenn man sich heute so umsieht, dann merkt man, wie die sogenannte Flaschenwerfabteilung immer kleiner wird und sich der Qualitätsgedanke immer weiter steigert. Gäste kennen sich zunehmend besser aus, und die Herausforderung ist, etwas Neues zu bieten und konstant die Qualität aufrecht zu erhalten und selbstverständlich auch zu steigern.“

Mehr über Mario Hofferer und seine aktuellen Projekte: www.mario-hofferer.com

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