Teneriffa

Reise

Teneriffa: Die Seele baumeln lassen

Sonne, Wärme, herrliche Genüsse und gelassenes Lebensgefühl das ganze Jahr über – was will man mehr? Felix Furch berichtet aus Teneriffa.

Teneriffa, die größte Insel des kanarischen Archipels, ist der perfekte Ort für einen rundum perfekten Urlaub. Die Vielfalt der Naturlandschaft, das Frühlingswetter bei einer Durchschnittstemperatur von 23°C, 340 Sonnentage im Jahr und die Nähe zu Europa sind gute Argumente für eine gelungene Reise und ideal, um ein paar unvergessliche Tage zu erleben.

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Es soll Menschen geben, die dem Badeurlaub nichts mehr abgewinnen können. Hotelblöcke im Hintergrund, wie Sardinen aufgereiht im Sand, da geht jedwede Individualität verloren und das Urlaubserlebnis ist getrübt. Iberostar Hotels & Resorts hat sich diesen Pauschalreiseüberdruss der letzten Jahre zum Vorteil gemacht und ein Hotel im Norden Teneriffas entwickelt, welches einen klaren Gegensatz zu der Touristengegend des Südens bildet. Es ist das einzige 5-Sterne-Hotel in Santa Cruz und liegt direkt gegenüber des Stadtparks, Europas zweitältestem Botanischen Garten. Bis vor wenigen Jahren war das Grand Hotel Mencey ein Geschäftshotel, doch seit seiner Renovierung 2011 ist es rund ums Jahr bei Alt und Jung beliebt und gut besucht. Das Hauptgebäude des traditionsreichen Hotels steht unter Denkmalschutz und passt sich unscheinbar in die Rambla Santa Cruz, die größte Straße der Hauptstadt Santa Cruz de Tenerife, ein. Durch die Neugestaltung der Innenräume gleicht nun kaum eines der 261 Zimmer und Suiten dem anderen. Originale Marmorböden und Parketts wurden beibehalten und bringen Individualität in die modernen Zimmer, welche den Blick hinaus auf die Stadt oder hinein in die Ruhe der Gartenanlage lenken. Den Alltag können Gäste im 2.000m2 großen Wellness- und SPA-Bereich mit modernem Fitnesscenter hinter sich lassen. Besonders der Jacuzzi-Bereich mit Sensory Showers wie der tropischen Regendusche, der Sprühdusche oder der Essenzdusche wird garantiert begeistern.

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Grand Hotel Mencey

Die Lage des Hotels macht es zum idealen Startpunkt für Besichtigungen; Santa Cruz beherbergt in ihren Straßen ein authentisches Freilichtmuseum mit Skulpturen von Henry Moore und Joan Miró wie „El Guerrero de Goslar“ oder „La Femme Bouteille“. Auch avantgardistische Architektur kann man bewundern, wie das Auditorio de Tenerife “Adán Martín”, das Kongresszentrum (Centro Internacional de Ferias y Congresos) oder das TEA-Museum (Tenerife Espacio de las Artes). In der nahe gelegenen Stadt La Laguna, Teil des Weltkulturerbes der UNESCO, sind es die historischen und traditionellen Villen, die zu einem gemütlichen Altstadtrundgang einladen. Für aktivere Besucher gibt es genügend Angebote zum Wandern, Radfahren, Tauchen, Kitesurfen, Wellenreiten, Windsurfen, Klettern, Paragleiten und für Wal-Beobachtungen.

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Der wohl beeindruckendste ökologische Schatz Teneriffas ist der Nationalpark Las Cañadas del Teide, ebenso Weltkulturerbe der UNESCO. Zentral gelegen inmitten dieses großen Naturschutzgebietes liegt die höchste Erhebung Spaniens, der schlummernde Vulkan Teide, mit einer Höhe von 3.718 Metern. Seine spektakulären Landschaften machen ihn zum meistbesuchten Ort der Insel und sogar Europas. Der Park verfügt über zwei Besucherzentren (el Portillo oder Cañada Blanca), die Besuchern umfassende Informationen bieten.

Vom Atlantik bis hin zum Gipfel des Teide Vulkans ist der Kontrast zwischen Norden und Süden so groß, dass es den Anschein macht, als ob die Landschaften tausende Kilometer entfernt voneinander liegen. In etwa einer knappen Autostunde wechselt die vulkanische, eher trockene Vegetation des Südens zur üppig grünen des Nordens. Die zahlreichen Aktivitäten und das reiche Vermögen an Kultur und Natur auf Teneriffa machen einen Urlaub auf der Insel zu einem wunderschönen Erlebnis. Der Drachenbaum ist beispielsweise ein lebendes Fossil, von dem es noch einige auf der Insel gibt, die mehr als 100 Jahre alt sind. Die meisten von ihnen befinden sich in der Nähe der nördlichen Stadt Icod de los Vinos, inmitten eines Parks. Der Drachenbaum von Icod ist zwischen 600 und 800 Jahre alt und ein symbolträchtiges Zeichen der Insel.

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Mit Sonnengarantie bietet Teneriffa auch beste Aussichten für Golfer, mit Postkartenidyll als Kulisse und abwechslungsreichen Greens auf insgesamt neun unterschiedlich anspruchsvollen Plätzen.

Doch was wäre ein Aufenthalt ohne sich durch die großartigen kanarischen Gerichte durchzuschlemmen? Charakteristisch für die Inselküche ist einerseits eine natürliche Zubereitung von Gemüse und Fisch, bei der großer Wert darauf gelegt wird, ihre Frische und vorzüglichen Geschmack hervorzuheben, und andererseits eine ausgefeilte Verarbeitung bei den Fleischgerichten mit einer sorgfältigen Verwendung von Kräutern und Gewürzen. Die Gastronomie Teneriffas ist heute auf der Suche nach einem Ausgleich zwischen dem Respekt vor dem kulinarischen Erbe der Vergangenheit und dem Bestreben, auf der Höhe der neuen Techniken und Tendenzen der Branche zu sein. Das Ergebnis ist eine sehr zeitgemäße Küche mit besonderen, ganz eigenen Charakteristiken. Zu den zahlreichen Tapas, Entrees und Häppchen gehören Meeresfrüchte wie Garnelen, gebratene Schüsselschnecken, auf kanarische Art mit Öl, Essig und Peperoni angemachte Krake und frittierte Muräne. Als Landprodukte sollte man die originellen süßen Blutwürste, Erbsen mit Ei, Speckgrieben und den vorzüglichen gebratenen Schinken kosten. Sehr berühmt sind in Teneriffa die Papas arrugadas, auch Runzelkartoffeln genannt. Diese werden pro Kilo mit etwa einem Viertel kg grobem Meersalz für etwa 20 Minuten gekocht. Das Salz bleibt nach dem kurzen Trocknen im Topf über dem Feuer auf den Kartoffeln und sorgt für einen „Schrumpeleffekt“. Dazu genießt man gerne rote oder grüne Mojo, kanarische Saucen mit Peperoni oder Koriander, die aus der Küche der gesamten Inselgruppe nicht wegzudenken sind. Der Ziegenkäse, der so genannte „Queso fresco“, Frischkäse, ist der populärste unter den traditionellen Sorten. Er wird nur wenige Tage gereift, kaum gepresst und tropft fast von allein aus. Sein Geschmack ist sehr angenehm und mild, leicht gesalzen und mit dem Aroma der Frischmilch. Es gibt aber auch Frischkäsesorten, die mit besonderen Hölzern wie Mandelschalen geräuchert werden. In vielen Restaurants isst man Käse zumeist als Vorspeise, aber auch als Beilage zu manchen typischen Gemüsesuppen. Früher war es hingegen üblich, Käse zusammen mit Früchten wie Weintrauben, Feigen, Bananen, mit dem ausgezeichneten Teneriffa-Honig oder süßem Tomatenkompott zu verzehren.

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Grand Hotel Mencey, Hauptpool

Einen Spaziergang vom Hotel entfernt befindet sich der „Mercado Nuestra Señora de África“, wo man mit verführerisch duftendem frischen Brot, Bergen von Obst, Gemüse, Wein, allen Arten von frischem und gepökeltem Fisch, Oliven, Fleisch und Käse gelockt und überall auch freundlich zum Probieren eingeladen wird.

Für einen traumhaften Ausflug ist eine Führung durch die Bodegas Monje zu empfehlen. In diesem Weingut, welches 620m über dem Meer gelegen ist, werden sechs Arten von Trauben in der steinigen Vulkanerde von Hand herangezogen. Nach einer Besichtigung des kühlen und herrlich duftenden Kellerbereichs mit den massiven Kastanienholzfässern, der modernen Tanks und der Kunstausstellung kann man sich im Restaurant oder auf der Terrasse mit 180° Meeresblick niederlassen, die hervorragenden Weine verkosten und die Spezialitäten der Küche degustieren.

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Die Insel liegt nur 4,5 Flugstunden von Deutschland entfernt. Zwei internationale Flughäfen mit über 200 täglichen Verbindungen und einer der größten Kreuzfahrthäfen Spaniens sorgen dafür, dass Teneriffa stets gut erreichbar ist.

www.grandhotelmencey.com

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