Christian Bau

Gourmet

Gault&Millau Deutschland 2018: Christian Bau Koch des Jahres

Der Gault&Millau hat Christian Bau zu seinem “Koch des Jahres” erklärt. Gleichzeitig erhält sein Victor’s Fine Dining erstmals die höchste in Deutschland vergebene Note von 19,5 Punkten.

Außerdem erhält das Aqua wieder die 19,5 Punkte, die Küchenchef Sven Elverfeld bereits ein Mal im Jahr 2012 von dem Guide erhalten hatte. Alle übrigen Restaurants mit 19,5 Punkten bewerteten Restaurants bestätigen ihre Note, darunter auch die Schwarzwaldstube und das Sonnora, deren neue Küchenchefs wie in den übrigen Guides auch, nun im Gault&Millau die Top-Noten der beiden Restaurants bestätigen.

Christian Bau, foodizm
Christian Bau © René Riis

Sonderauszeichnungen

Koch des Jahres: Christian Bau, Victor’s Fine Dining, Perl

Für seine „kosmopolitischen Gerichte von Weltrang, in denen er klassisch französische Kochkunst, japanische Inspiration und ein fanatisches Verhältnis zum guten Produkt verbindet“, kürt der Guide den 46-jährigen Christian Bau vom Restaurant „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ im saarländischen Perl zum „Koch des Jahres“. „Langoustine grillt er über der Holzkohle von japanischer Steineiche und glasiert sie mit einem Hauch süßer Miso, zum Reh mit japanischer Aubergine, winzigen gerösteten Zwiebeln und knuspriger Innereien-Praline gibt er eine geradezu kühn erscheinende Sauerbratensauce und die Gänseleberterrine überzieht er mit Gelee von Arabica-Kaffee, legt obenauf eine vergoldete geröstete Haselnuss und anbei etwas Sauerkirsche sowie geeiste Perlen aus Gänseleber.“

Für solche Gerichte erhält der gebürtige Badener, der seine Freizeit am liebsten mit Frau und Töchtern verbringt und gern mit ihnen reist, erstmals 19,5 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, für „weltbeste Restaurants”.

Weitere Sonderauzeichnungen

Gastgeberin des Jahres: Christiane Grainer, Christians Restaurant in Kirchdorf, die als „als charmante und herzliche Gastgeberin in einer bayerischen Edelversion des guten alten Gasthauses beeindruckt (auch mit ihrer Weinkenntnis)“.
Aufsteiger des Jahres: Dirk Hoberg, Ophelia, Konstanz für seine „stimmigen Aromengefüge, perfekte Präsentation und speziellen Begabung, einfache Gerichte auf das Niveau der Spitzenküche zu erheben“. Den Testern gefällt, wie er „den Kaisergranat auf Ceviche-Art mit der Säure von Tomaten ‚gart‘, den Aal mit Apfel vermählt, zum Reh mit Zwiebeln in aparten Facetten verblüfft und stets tiefgründig-substanzielle, aber keineswegs schwere Saucen bietet“.
Entdeckung des Jahres: René Klages, 17fuffzig Burg
Sommelier des Jahres: Christian Wilhelm vom Falco in Leipzig, der „schier allwissend eine aromenstarke Küche begleitet und engagierter Botschafter der aufstrebenden Winzer im deutschen Osten ist“.
Pâtissier des Jahres: Matthias Spurk vom Gästehaus Klaus Erfort in Saarbrücken, der „traditionelle Dessertwünsche ohne jede modische Effekthascherei in zeitgemäßer Leichtigkeit erfüllt“.
Bester Deutscher Koch im Ausland: die Berliner Zwillinge Thomas und Mathias Sühring vom Sühring in Bangkok, die „mit zeitgemäßer deutscher Küche Thailands Foodies begeistern“.
Winzer des Jahres (Weinguide): Weingut Horst Sauer in Escherndorf (Franken)

Martin Fauster, foodizm
Hans Haas © Hilke Opelt

Kochschule des Jahres: Hans Haas von der Hans Haas-Kochschule (und dem Tantris) in München, weil er „Begeisterung für beste Produkte vermittelt und Leidenschaft für genussvolle Küche entfacht“.
Hotelier des Jahres: die Gebrüder Carl, Michael und Stephan Geisel (u. a. Beyond, Königshof, Excelsior, Anna) in München, die als „Vollblutgastronomen und geborene Gastgeber ihre Stadt voller unternehmerischem Mut und Gestaltungsfreude um wegweisende Hotelprojekte bereichern“.
Gastronom des Jahres: Boris Radczun und Stephan Landwehr (u. a. „Pauly-Saal“, „Grill Royal“, „Kin Dee“) in Berlin, die „mit großem Gespür für den Wandel der Gästewünsche und neue gastronomische Formen in der modernen Urbanität die kulinarische Szene Berlins bereichern“.

Herzlichen Glückwunsch an Hans Haas (Kochschule des Jahres), Thomas und Mathias Sühring (Bester Deutscher Koch im Ausland), Carl, Michael und Stephan Geisel (Hotelier des Jahres), Boris Radczun und Stephan Landwehr (Gastronom des Jahres) und Matthias Spurk (Patissier des Jahres)!


Gault&Millau Deutschland, foodizmDer Gault&Millau Deutschland ist einer der bekanntesten Genuss-Führer mit den besten Restaurants von Sylt bis Garmisch; von internationaler bis deutscher Küche. In Deutschland erscheint er in diesem Jahr zum 35. Mal – zum ersten Mal im ZS Verlag – und bewertet rund 900 Restaurants jedes Jahr neu. Pointiert und ambitioniert testen unsere Genuss-Experten Küche, Atmosphäre und Charakter der Restaurants und vergeben die begehrten Gault&MillauPunkte. Sie sprechen aktuelle Hotelempfehlungen aus, spüren den neuesten Genusstrends nach und suchen nach jungen Talenten.

Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau in seiner neuen Ausgabe 900 Adressen, darunter 104 neu aufgenommene. 749 Gourmetlokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants verleihen die 31 Tester die begehrten Kochmützen.

Der Gault&Millau ist nach seinen Herausgebern, den französischen Journalisten Henri Gault und Christian Millau, benannt und neben dem Guide Michelin der einflussreichste Restaurantführer. 1969 wurde er erstmals in Frankreich aufgelegt. Er vergibt die Gault&Millau-Punkte, die in die berühmte Hauben-Bewertung der Restaurants münden. Er liefert neben der Bewertung, anders als der Guide Michelin, auch eine ausführliche Beschreibung der Restaurants. Aktuell gibt es den Gault&Millau in zwölf Ländern, u.a. in Frankreich, Niederlande, Österreich, Marokko, Japan und Australien. Weitere zehn Länder folgen in kürzester Zeit, wie etwa Großbritannien, Spanien und Südafrika.

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